DRK-Krankenhaus Neustrelitz

Städtebau / Entwurfsidee

 

 

Der Entwurfsgedanke leitet sich aus den folgenden primären Zielen ab: 

  • vernetzte Strukturen
  • kurze Wege, sichere Orientierung
  • klare Funktionszuordnung, prozessorientierte Funktionsabläufe
  • Einbindung in die Land­schaft, Berücksichtigung naturräumlicher Bezüge
  • städtebauliche Bezüge, Erschließung
  • natürliche Belichtung, Belüftung und Kühlung
  • Nutzungsflexibilität durch modulare Bauweise, lineare Erweiterbarkeit
  • energieökonomisch und ressourcen­sparend im Bau und im Betrieb

 

Die baukörperliche Ausformung in vier Quadranten – zwei Funktionspavillons im Norden und zwei Pflegepavillons im Süden an einer gemeinsamen, belichteten Magistralen -  ist die entwurfliche Antwort auf die Summe der Anforderungen für ein zukunftweisendes Krankenhaus dieser Größenordnung. Die Teilaspekte sind zu einem funktionsoptimierten Ganzen verdichtet.

 

 

Wegeführung

 

Die Erschließung des Krankenhauses erfolgt von der Penzliner Straße aus, eine Linksabbiegerspur ist vorgesehen. Auf dem westlichen Vorbereich sind ca. 100 Pkw-Stellplätze für Besucher, Patienten und Personal ausgewiesen. Die Vorfahrt für Patienten und Taxen führt direkt auf die in Ost-West-Richtung verlaufende 3ge­schos­si­ge Magistrale als „Krankenhaus­straße“ zu. Durch Außenbezüge und natürliche Belichtung bildet diese Zäsur eine selbsterklärende Orientierung im Gebäude zwischen den Funktions­be­rei­chen Untersuchung und Behandlung im Norden und den Pflege­bereichen im Süden und vernetzt als Bindeglied die Bereiche auf kurzen Wegen.

 

Die Liegend-Krankenvorfahrt sowie die Wirtschaftszufahrt erfolgen zunächst ge­meinsam mit der Haupterschließung und zweigen in Höhe der vorhandenen Schwerst­pflege nach Norden ab. Die Liegend-Krankenvorfahrt erfolgt wetter- und blickgeschützt zwischen den beiden Ge­bäu­de­blöcken, mit direkter Anbindung an die Aufnahme- und Notfallversorgung, Röntgendiagnostik und über den Vertikal­knoten zum OP und der Intensivmedizin.

 

Die Wirtschaftsanlieferung erfolgt über den Wirtschaftshof auf Erdgeschossniveau mit Anbindung an Speisen- und Wäsche­ver­sorgung, Lagerhaltung und Güter­um­schlag, Werkstatt und Prosektur.

 

 

Funktion / Organisation

 

Ein wesentlicher Aspekt für den Kranken­hausbau der Zukunft ist die prozess­orientierte Vernetzung von Funktions­stellen auf kurzen und orientierungsgünstigen Wegen.

 

Diesem Aspekt wird wie folgt Rechnung getragen:

  • Patienten- und Besuchersteuerung über die Info/Pforte im Hallenbereich
  • Kurze Wege für ambulante Patienten zum Arztdienst und über Steuerpunkte zur Diagnostik über den ambulanten Flur
  • Kurze, klare Vertikalwege für vor­diagnostizierte Patienten zum Pflege­bereich
  • Die Erstversorgung der Notfall­patienten erfolgt in der Aufnahme und Notfallversorgung, die über den stationären Flur an die bildgebende Diagnostik angebunden ist.
  • Über die Vertikalknoten erfolgt die weitere Unterbringung und Ver­sor­gung in den Funktionsstellen OP, ITS, Entbindung und Allgemein­pflege.

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