Praxenverbund AnthroMed, Berlin

Ausbau einer fachübergreifenden Arztpraxis:
MVZ Spandau Arcaden in Berlin

 

Viel Licht und klare Farbgebung schaffen Orientierung und Geborgenheit. Die Raumgestaltung muss den Bedürfnissen ganz unterschiedlicher Patien­ten­gruppen gerecht werden.

 

Drei Mediziner unter­schied­li­cher Fachrichtungen arbeiten hier unter einem Dach zusammen: ein Allge­mein­mediziner, ein Gynäkologe und eine In­ter­nistin mit onkologischem Behandlungsschwerpunkt. Alle drei haben ganz verschiedene Patienten (selbst­verständlich gibt es auch Überschnei­dun­gen) mit völlig unter­schied­li­chen Ansprüchen und Bedürfnissen, denen das Raumkonzept gleicher­maßen gerecht werden muss.

Die Patienten sollen in einem wohnlichen Raumgefüge emp­fangen werden und sich dort „aufgehoben“ fühlen. Damit sollen Ängste verhindert und Distanz abge­baut werden; ein partnerschaftlicher Umgang zwischen Arzt und Patient wird als Grundlage einer erfolgreichen Therapie angesehen.

 

Die drei medizinischen Disziplinen sind in der Raumge­stal­tung durch unterschiedliche Türfarben gekennzeichnet:

 

Gynäkologie:
Gelbgrüne Türen stehen für bezaubernde, beruhigende Frische.

 

Allgemeinmedizin:
Blaue Türen verkörpern straffe, klare medizinische Sachlichkeit.

 

Onkologie (bewusst am hinteren Ende der Praxis gelegen):
Cottofarbene Türen strahlen eine bodenständige, wärmegebende Atmo­sphäre aus und sollen, verbunden mit dem Eichenholzparkett, den Patien­ten besonderen Halt geben.

 

Bedingt durch den Grundriss der Räumlichkeiten erhält der Eingangs­be­reich der Praxis kein Tageslicht. Eine Tageslicht­folien­spanndecke soll hier eine offene, helle, ent­spannte, tageslichtähnliche Raumstimmung schaffen. Es handelt sich dabei um eine in Randprofile einge­spannte Kunst­stoff-Foliendecke. Sie streut das Licht gleichmäßig über die entstehende ho­mo­gene Oberfläche und simuliert damit perfekt das Tages­licht.

 

Fließende Bewegungen an Wänden, Decken und Tresen verkürzen die sonst übliche Monotonie langer Flure optisch.

Die Wände sind bewusst neutral gehalten, um das Eichenholzparkett in Schiffsbodenverlegung als Gestaltungsmerkmal zur Geltung zu bringen.

Die raumhohen Fenster der Praxis erhalten einen innen liegenden Sonnen­schutz, etwa Vertikallamellen oder Vorhänge. Die Art und die Intensität der Verschattung sind für jeden Raum individuell wähl- und einstellbar.

Die Zimmertüren der Untersuchungs- und Laborräume sowie der Biblio­thek und des Behinderten-WC werden durch Fenster in Form eines sati­nierten Bullauges aufgelockert.

 


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