Medizinische Hochschule Hannover

- Klinik für Nuklearmedizin -

Sanierung der Therapiestation 75 und Umbau der Station 76 zu einem diagnostischen PET-Zentrum 

    

Die Klinik für Nuklearmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde im Jahr 1968 errichtet und war seitdem nicht nennenswert saniert worden.

Bei dem Gebäude der Nuklearmedizin und der Strahlentherapie mit der Bezeichnung „K07“ handelt es sich um einen dreigeschossigen Baukörper (U0, S0, H0) mit zusätzlichem Dachgeschoß für die Lüftungsanlage.

In ihm befinden sich neben den Funktionsbereichen der Strahlentherapie die Bereiche der Nuklearmedizinischen Diagnostik, der Therapiestation, der Labore zur Herstellung von Radiopharmaka, ein Zentrum für präklinische Bildgebung sowie des Reststofflagers und der Abklinganlage zur Aufnahme radioaktiver Materialien und des Abwassers.

Im K7 wurden ab 2011, in Abstimmung mit dem Gewerbeaufsichtsamt, zur Erteilung einer Umgangsgenehmigung nach §7 der deutschen Strahlenschutzverordnung das Reststofflager saniert, die Abklinganlage ausgetauscht, ein Zentrum für präklinische Bildgebung neu eingerichtet sowie ein InVitro Laborbereich saniert.

Parallel zu diesen Maßnahmen wurden in der Abteilung Nuklearmedizin die Therapiestation 75 in Ebene S0 saniert und die Station 76 in Ebene H0 in ein modernes PET Zentrum umgebaut. Die Station 75 wurde zur Aufstellung von 12 Betten zur Behandlung von Schilddrüsenpatienten eingerichtet. Im PET Zentrum (PET=Positronen-Emissions-Tomographie) werden stationäre und ambulante Patienten mit Geräten neuester Generation im sogenannten PET CT Verfahren nuklearmedizinisch untersucht. Dieses Verfahren verbindet die Anatomiedarstellung der CT Komponente mit der Stoffwechseldarstellung der Positronen-Emissions-Tomographie. Im PET Zentrum ist zusätzlich geplant, zukünftig ein PET MRT Gerät aufzustellen. Hierfür wurden die Räumlichkeiten bereits mit ausgebaut.

Die Erfüllung des Raumbedarfs beider Einheiten musste sich an den Bestandsflächen orientieren, mit dem Ziel, räumliche Veränderungen aus Kostengründen nur mit geringstmöglichem baulichen Aufwand durchzuführen. Im Vorfeld der Baumaßnahme musste eine umfangreiche Schadstoffentsorgung erfolgen sowie eine Freigabe der Umbaubereiche aus Sicht des Strahlenschutzes.

Aufgrund hoher Auflagen der Gewerbeaufsicht und der notwendigen Beachtung der Vorschriften zum Strahlenschutz entstanden hochinstallierte Technikbereiche, deren Inbetriebnahme im Bestandsgebäude eine besondere Herausforderung darstellte. Die Räumlichkeiten wurden als Kontrollbereiche mit Zutrittsbeschränkungen eingerichtet, sämtliche Oberflächen wurden erneuert zur Schaffung anforderungsgerechter, moderner und ansprechender Behandlungs- und Funktionsräume.

 


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