Elisabeth-Krankenhaus Essen

Planung Neubau OP Umbau ITS / IMC

Im Rahmen eines Gutachterwettbewerbs 2004/2005 wurde die von der Architekten­gruppe Schweitzer + Partner vorgelegte Entwurfslösung für den Neubau der Operationsabteilung und den Umbau der Intensivmedizin für die weitere Beauf­tragung ausgewählt.

Der Entwurf sieht die Aufstockung des in den 90er Jahren errichteten zweige­schossigen Neubaus zur Aufnahme der zentralen Operationsabteilung mit 5 OP-Sälen, zentralen Einleitzonen, einem Aufwachbereich mit bis zu 10 Aufwach­plätzen und der für den OP-Betrieb er­for­der­lichen Infrastruktur vor. Die er­for­der­lichen Technikflächen sind von der Dachkante zurückgesetzt auf dem OP geplant.

Mit der OP-Aufstockung erhält der Haupt­eingang des Elisabeth-Kranken­hauses ein neues Gesicht. Die OP-Aufstockung auf dem weiß geputzten Anbau ist als Metall­kubus mit vorpatinierter Kupfer­fassade und horizontaler Fenstergliederung geplant. Das äußere Erscheinungsbild spiegelt in der formalen Gestaltung die hochtech­ni­sierte Ausstattung des Innenbereichs wider.

Aus Sicht der Architektengruppe darf die OP-Abteilung - das Herz eines Kranken­hauses - keine planerischen Kompro­misse eingehen, sondern muss prozess­orientiert den Bedingungen eines rei­bungs­losen Arbeitsablaufs entsprechen.

Die Unterbringung der interdiziplinären Intensivmedizin mit 12 Betten und Intermediate Care mit 20 Betten erfolgt ebenengleich zur OP-Abteilung im Altbau.

Als vorbereitende Maßnahme ist von der Architektengruppe S+P zwischenzeitlich die Planung einer gemeinsamen Patienten-, Besucher- und Personalcafeteria ebenfalls im Bereich des Haupteingangs des Elisabeth-Krankenhauses realisiert worden. In dem eingeschossigen Anbau mit weitgehend transparenter Fassade werden im Sommer die 80 Plätze im Innenbereich über großzügige Schiebe­türen um 30 weitere Plätze auf einer halb­überdeckten Holzterrasse im Außen­bereich erweitert.

Eine weitere vorbereitende Maßnahme war die Errichtung einer temporären Bettenstation mit 64 Betten in einem Gebäude in modularer Bauweise, welches 2010 fertiggestellt wurde. Platziert wurde das Bauwerk im Bauerngarten an der Ruhralle, neben der Kapelle des Klinikums und es ist für eine Auslagerung der Patientenzimmer, welche von Umbauten im Bestand betroffen sein werden, für den Zeitraum von ca. 3 Jahren gedacht.

Im ehemaligen Haupteingang des Elisabeth-Krankenhauses an der Moltkestraße hat die Architektengruppe S+P im Frühjahr 2006 ein Sozial­thera­peu­tisches Zentrum fertiggestellt. Die Ein­richtung dient der psychologischen und sozialtherapeutischen Behandlung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Neben den Räumen für Sekretariat und Diensträumen der Ärzte sind weitere Therapieräume um einen zentralen Empfangs- und Wartebereich gruppiert. Die Erschließung der Raumgruppe erfolgt über einen Glaskubus, der mit Aufzug und Treppe das Straßenniveau mit dem zentralen Wartebereich des SPZ bildet. Transparenz auch im Innenbereich sowie Sichtkontakte aus dem Sekretariat in den farbenfroh gestalteten Spiel- und Aufenthaltsbereich mit Aquarium und Spielschiff runden den anspruchsvollen Entwurf ab.


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